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Das Umweltkonzept am GZE

 

GYMNASIUM

 

Bad Zwischenahn-Edewecht

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Umweltkonzept

 

Stand: Juli 2019 (Diskussionsfassung)

 

 

1.         Rahmenbedingungen

 

1.1.      Umweltbildung als Bestandteil des Schulprogramms

Das Umweltkonzept in der vorliegenden Form ist Bestandteil des Schulprogramms des Gymnasiums Bad Zwischenahn – Edewecht (GZE).

Jedes neue Schulmitglied erhält mit seinem Eintritt in die Schulgemeinschaft einen Verweis auf die digitale Form des Umweltkonzepts. Zusätzlich wird es den Schülerinnen und Schülern mündlich erläutert. Es ist für alle Mitglieder der Schule verbindlich. Das Konzept soll über nachhaltiges Handeln und Verhalten aufklären und zu einer positiven Entwicklung des Umweltbewusstseins bei allen Schulmitgliedern beitragen. Die dem Konzept zu Grunde liegenden Gedanken müssen deshalb im Schulunterricht ihren Niederschlag finden.

 

1.2.      Arbeitskreis „Umwelt am GZE“

Um den besonderen Stellenwert der Umweltbildung am GZE als übergeordneten Lehr- und Lernbereich hervorzuheben, wurde ein Arbeitskreis „Umwelt am GZE“ eingerichtet. Die Leitung dieses Arbeitskreises obliegt zwei KollegInnen, die sich die Aufgabenbereiche teilen. Mitglieder des Arbeitskreises, der sich etwa vier Mal im Jahr trifft, sind Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern.

Wesentliche Aufgabe des Arbeitskreises ist es, die Umsetzung und Einhaltung des Konzepts zu prüfen, die Weiterentwicklung zu betreiben, Arbeitsgruppen zu speziellen Umweltthemen einzurichten, die Arbeit der entsprechenden Gruppen zu koordinieren, nachhaltiges Handeln in die verschiedenen Gremien zu implementieren und der Umweltbildung durch Aktionen und Maßnahmen in der Schulöffentlichkeit Präsenz zu verleihen.

In den Arbeitsplänen der einzelnen Schulfächer sollen fachspezifische Umweltthemen hinreichend berücksichtigt werden und gesondert ausgewiesen werden. Diese Unterrichtsthemen werden von dem „Arbeitskreis Umwelt“ in einem „Leitfaden zur Umweltbildung am GZE“ zusammengefasst.

Der „Arbeitskreis Umwelt“ ist Ansprechpartner für alle das GZE betreffenden Umweltfragen und muss bei Entscheidungen zu baulichen Maßnahmen, Renovierungsarbeiten, Ersatzbeschaffungen mit einbezogen werden.

Auf den Gesamtkonferenzen eines jeden Schuljahres berichten die Umweltbeauftragten über die Projekte im Bereich „Umwelt am GZE“.

 

1.3.            Umweltetat

Dem „Arbeitskreis Umwelt am GZE“ wird ein eigenes Budget im Schuletat zugewiesen.

 

 

2.                  Umwelt und Schule

 

2.1              Umwelt im Unterricht

Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer behandeln die in dem gültigen „Leitfaden zur Umweltbildung am GZE“ zusammengefassten und für ihr Fach relevanten Themen. Zu Beginn der Schulzeit am GZE werden den Schülerinnen und Schülern in mindestens einer Doppelstunde die Grundsätze des Umweltkonzepts klassenweise erläutert.

Es sollte weiterhin geprüft werden, ob sich der Unterricht zu einzelnen Themen bzw. entsprechend den Vorschlägen als Projektarbeit fach- bzw. lerngruppenübergreifend organisieren lässt. Weiterhin gibt es in der Oberstufe ein Seminarfach „Umwelt“.

Interessierten Schülerinnen und Schülern wird über den planmäßigen Unterricht hinaus die Möglichkeit geboten, an Arbeitsgemeinschafen zu Umweltthemen teilzunehmen.

Für diese Arbeitsgemeinschaften werden Lehrerstunden zur Verfügung gestellt.

 

2.1.1        Materialien zu Umweltthemen

Viele Materialien für umweltbezogenen Themen stehen zur Verfügung: Messgeräte für den Stromverbrauch, für Temperaturmessungen  und Beleuchtungsmessungen; eine Sonnenkollektor-Modellanlage, ein Photovoltaik-Koffer, eine PC-gestützte Wetterstation, ein CO2-Messgerät, ein Schalldruckmessgerät, Fachbücher, Unterrichtsmaterialien, Broschüren, Videos und DVDs zum Thema.

In den Schulbibliotheken befindet sich Literatur zu Umweltthemen.

2.1.2        Information der Schulöffentlichkeit

In den Pausenhallen befinden sich „Schwarze Bretter“ für Umwelt-Informationen. Die Gestaltung der Bretter obliegt der dem „Arbeitskreis Umwelt“. Ebenso wird auf der Homepage des GZE regelmäßig über aktuelle Aktionen berichtet.

 

2.2              Umwelt im außerunterrichtlichen Schulleben

Außerunterrichtliche Aktivitäten bieten viele Gelegenheiten, Umweltbildung zu betreiben     z. B. bei Klassen-, Kurs- oder Schulfahrten und anderen Schulveranstaltungen.

 

2.2.1        Klassen-, Kurs- und Schulfahrten

In der Mittelstufe sollten Reiseziele in der näheren Umgebung gewählt werden.

Bei der Planung von Oberstufenfahrten sollte bei jeder Fahrt genauestens geprüft werden, ob der erwünschte Lernerfolg nicht mit einem näher gelegenen Reiseziel erreicht werden kann. Während aller Fahrten sollte mindestens einmal ein spezifischer Umweltaspekt der bereisten Region thematisieret werden. Grundsätzlich sollte der Benutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel Vorrang gewährt werden. Flugreisen werden nur genehmigt, wenn Ausgleichsmaßnahmen im gleichen CO2-Umfang ergriffen werden. Es sollen die Emissionen ausgeglichen werden, die im Vergleich zu Bus/Bahn freigesetzt werden.

 

2.2.2        Schulveranstaltungen

Bei Schulveranstaltungen ist schon in der Planung darauf zu achten, dass die Veranstaltung möglichst Ressourcen schonend durchgeführt werden kann. Die Planungsgruppe achtet darauf, dass der Energieeinsatz gering gehalten wird und dass möglichst wenig Abfall anfällt.

Bei Schulveranstaltungen mit Verköstigung ist das Angebot unter den Gesichtspunkten der Abfallvermeidung und einer gesunden Ernährung zu prüfen. Die Schule steht eventuellen Mehrausgaben aufgrund der besseren Umweltverträglichkeit aufgeschlossen gegenüber.

 

 

3.         Maßnahmen zur Umweltbildung

 

3.1              Einsparung von Ressourcen

Im Zentrum steht das Einsparen von Ressourcen durch Verhaltensänderung. Alle Mitglieder der Schule sind aufgefordert, durch ihr alltägliches Verhalten zum schonenden Umgang mit Ressourcen beizutragen und andere dafür zu gewinnen.

Jedes Mitglied der Schulgemeinschaft ist verpflichtet darauf zu achten, dass sparsam mit Wärmeenergie, elektrischer Energie, Wasser und Papier umgegangen wird und ist gefordert, von anderen ggf. angemessene Verhaltensweisen zu verlangen. Den Schulmitgliedern wird die Verwendung von Pappheftern und Recyclingpapier in Collageblöcken empfohlen. Reinigungs- und Hygieneartikel sollen umweltverträglich sein.

Um das Einsparpotenzial zu erfassen, soll der „Arbeitskreis Umwelt“ die Verbrauchszahlen von Wasser, Strom, Gas, ggf. auch Papier und Abfallvolumen, erfassen und dokumentieren. Mit Blick auf die globalen Auswirkungen unseres Handelns wird eine Bilanzierung der Kohlenstoffdioxid-Emission angestrebt.

Auf der Grundlage dieser Zahlen entwickelt sie Strategien zur Senkung des Verbrauchs.

Der Schulleiter verhandelt mit dem Schulträger, welcher Anteil des Gegenwerts der Einsparungen dem Schuletat zur besonderen Verwendung zufließen kann. Gegenwärtig ist mit einer Beteiligung von 50% des eingesparten Geldes auszugehen.

Zu Ressourcen schonenden Verhaltensweisen gehören ebenso der schonende Umgang mit dem Mobiliar und die Vermeidung von Abfällen.

Um eine wesentliche Verringerung des Abfallvolumens am GZE zu erreichen, verzichtet jedes Schulmitglied möglichst auf Produkte in Einwegverpackungen oder Produkte, die nur für den Einmalgebrauch (z. B. Batterien usw.) gedacht sind. Der Verwendung von Brotdosen und dauerhaften Trinkgefäßen ist Vorrang vor aufwändig eingepackten Lebensmitteln und Einweggefäßen zu gewähren. Dies wir den Grundschülern und Grundschülerinnen bei der Schulanmeldung bereits schriftlich mitgeteilt.

 

3.2              Ordnungsdienst

Der Schulleiter beauftragt eine Lehrkraft, einen von der Schülerschaft wahrzunehmenden Dienst zu organisieren, der mitverantwortlich darauf achtet, dass sparsam mit Energie und Wasser umgegangen wird und dass die täglich anfallenden Abfälle sachgerechter Entsorgung zugeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler kennen Zeit, Ort und Umfang des Dienstes. Das Seminarfach „Umwelt“ kümmert sich um die Bereitstellung der Gerätschaften für die Abfallentsorgung. Unsachgemäße Abfallentsorgung oder ein verschwenderischer Umgang mit Wasser oder Energie gilt als Verstoß gegen die Schulordnung.

                                       

3.3       UmweltmanagerInnen-Ausbildung

Alle 5. Klassen werden in Kooperation mit dem Umweltbildungszentrum Ammerland und dem Seminarfach „Umwelt“ komplett zu UmweltmanagerInnen ausgebildet.  Jeweils 2 Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 7 werden jährlich nachgeschult. Ihre Aufgabe ist ihr aufgefrischtes Wissen anschließend ihrer Klasse mitzuteilen, d.h. auf das richtige Lüften zu achten, Müll zu vermeiden, die Vorzüge von regionalen und saisonalen Nahrungsmitteln herauszustellen, darauf zu achten, dass Elektrogeräte und Lampen beim Verlassen der  Unterrichtsräume ausgeschaltet werden sowie den Aspekt Mobilität zu thematisieren.

 

 

3.4       Pflege und Umgestaltung des Schulgeländes

Zur Pflege des Schulgeländes wird auf den Einsatz umweltbelastender Stoffe verzichtet.

Teile des Schulgeländes sollen unter ökologischen Gesichtspunkten umgestaltet werden. Allen neuen Schulmitgliedern werden bei ihrem Eintritt möglichst auch die Umweltmaßnahmen auf dem Gelände gezeigt.

 

3.5       Kooperation mit außerschulischen Partnern

Eine Kooperation mit außerschulischen Partnern wird angestrebt. Für die 5.Klassen findet alljährlich in Kooperation mit dem Park der Gärten eine Rallye im Park der Gärten statt, für den 7. Jahrgang eine Waldrallye im Elmendorfer Holz und für die Oberstufenkurse Exkursionen zu abiturrelevanten Ökosystemen in Kooperation mit dem Regionalen Umweltbildungszentrum Ammerland statt. Weiterhin bietet das Umweltbildungszentrum für den 5. Jahrgang einen Projekttag zum Thema „Wolf“ an, bei dem auch die örtliche Jägerschaft involviert ist.

 

 

Mitwirkende an der Neufassung des Umweltkonzepts in alphabetischer Reihenfolge:

Luca Bosse, Angelus Dreß, Nils Kamphuis, Franziska Fiehne, Karin Müller, Sybille Neumann-Gäßler

 

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