Das GZE als mitarbeitende Unesco-Schule
Seit 2002 war unsere Schule eine sogenannte interessierte unesco-projekt-schule (ups). Im Juli 2007 wurde sie dann in einem Festakt zur mitarbeitenden ups und im Februar 2010 ist der Antrag auf eine anerkannte ups in Paris gestellt werden.
Hier ist der Wortlaut des Antrages:
Antrag auf Anerkennung
als anerkannte UNESCO-Projekt-Schule
- Begründung -
1. Einleitung
Das Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht ist seit dem Jahr 2000 interessierte UNESCO-Projektschule. Dem im Jahr 2003 gestellten Antrag auf mitarbeitende UNESCO-Projekt-Schule wurde aus verschiedenen Gründen erst im Juli 2007 stattgegeben. Vertreter der Schule haben anfangs sporadisch, ab 2004 regelmäßig an Arbeitstreffen und Regionaltagungen im bremisch-niedersächsischen Netzwerk der deutschen UNESCO-Projekt-Schulen teilgenommen und seit 2007 auch an den Bundestagungen. Seit 2004 sind wir an den UNESCO-Projekttagen beteiligt.
Auf den folgenden Seiten soll beschrieben werden, wie unsere Schule die Zielvorgaben der Deutschen UNESCO-Kommission
- Interkulturelles Lernen
- Integration/Inklusion
- Welterbe; Menschenrechts-, Demokratie- und Friedenserziehung
- Eine Welt/Globales Lernen
- Bildung für Nachhaltige Entwicklung/Umweltbildung
- UN-System/UNESCO/Netzwerkarbeit
gemäß den Anforderungen im Jahresbericht – auch in den letzten 2 ½ Jahren - versucht hat umzusetzen und wie sich die Netzwerkarbeit mit anderen UNESCO-Projekt-Schulen in dieser Zeit gestaltet hat.
Schwerpunkt dieser Begründung für unseren Antrag auf „anerkannte“ UNESCO-Projekt-Schule ist also – wie auch in den Jahresberichten gefordert - das sogenannte Herunterbrechen hehrer, wohl klingender Ziele auf die tatsächliche Arbeit von Lehrern und Schülern vor Ort in unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Situationen – sozusagen die Kärrnerarbeit an der „pädagogischen UNESCO-Front“ im Neu-Denken, Neu-Orientieren und Neu-Bewerten von Unterricht und Erziehung..
2. Interkulturelles Lernen
Interkulturelles Lernen findet an unserer Schule vor allem im Fremdsprachenunterricht und während der Austauschmaßnahmen statt.
Ab Klasse 5 wird Englisch unterrichtet, ab Klasse 6 Französisch oder Latein und ab Klasse 8 können Schüler Russisch oder Spanisch in Arbeitsgemeinschaften lernen.
Jeweils zweiwöchige Austausche (eine Woche hier, eine Woche dort) finden mit dem Europa-Kolleg Istanbul (Türkei) und der UNESCO-Schule Collège und Lycée General Technolo-gique du Sacré-Coeur in La Ville du Bois (Frankreich) statt.
Zwischen sechs und acht Wochen dauern die Austausche mit zwei US-amerikanischen High Schools (gerade Jahre: Starr’s Mill High School, Fayetteville, Georgia; ungerade Jahre: Centerville High School, Centerville, Ohio).
Zusätzlich zu diesen Gruppenaustauschen gibt es ebenfalls Einzelaustausche mit Frankreich, Chile und Guatemala, die von Lehrkräften unserer Schule initiiert werden und die zwei bzw. drei Monate dauern.
Von den o.a. Austauschen profitieren nicht nur die jeweiligen Teilnehmer, sondern auch die „Daheimgebliebenen“, da die ausländischen Schüler im normalen Unterricht mit machen, zum Teil mit Präsentationen ihr Land und deren Kultur den jeweiligen Klassen näher bringen und somit den Unterricht bereichern (s. Teil 3.: Integration).
Interkulturelle Erfahrungen werden auch auf den regelmäßig stattfindenden Kursfahrten der Oberstufe gemacht. Diese führen u.a. nach Italien, Frankreich, England und Irland.
3. Integration/Inklusion
Unter Integration verstehen wir das Integrieren bisher fremder Lehrer und Schüler in unsere Schule, das aktive Integrieren von Austauschschülern, die kurz- oder längerfristig unsere Schule besuchen und die Bewusstmachung des „Anderssein“ im Unterricht oder durch besondere Aktionen und damit auch die Reduzierung von Mobbing.
Seit Beginn des Schuljahres 2009/10 erfolgt bei uns als ein Teil des Schulprogramms (siehe Anhang) die Betreuung der neuen Kollegen in ihrer sogenannten Berufseinstiegsphase (BEP). So haben alle neuen Kollegen in ihren Unterrichtsfächern einen ‚altgedienten’ Kollegen als Mentor zur Seite gestellt bekommen, der sie ein Jahr lang betreut. Das Betreuen bezieht sich nicht nur auf das Kennenlernen der schulspezifischen Abläufe, sondern auch auf Inhalt und Organisation von Unterricht, Durchführung von Klassen- oder Studienfahrten bzw. Austauschprogramme. Sie bekommen ferner ein Heft an die Hand („GZE von A – Z“), in dem für sie wichtige Informationen zusammengestellt worden sind.
Alle neuen Schüler der 5. Klassen und deren Eltern werden am jeweils 2. Schultag eines Schuljahres in besonderen Begrüßungsfeiern, die von Eltern, Lehrern und Schülern der jeweiligen 6. Klassen ausgerichtet werden, herzlich aufgenommen. Etwa vier Wochen später fahren dann alle 5. Klassen mit ihren Klassenlehrkräften in ein Schullandheim, wo sie ein intensives Kennenlernprogramm durchlaufen.
Alle Austauschschüler, die einzeln zu uns kommen, bekommen eine Einführung in unsere Schule durch den Koordinator für Schüleraustausch und einen oder zwei sogenannte Patenschüler zur Seite, die sie in den ersten Tagen begleiten. Letzteres gilt auch für neue Schüler, die z.B. aus anderen Bundesländern zu uns kommen.
Die Austauschschüler, die in einer Gruppe zu uns kommen, werden z.T. extra betreut. So informieren Englischlehrer die Austauschschüler aus den USA z. B. in Vorträgen über die Geographie und die Flora und Fauna unserer norddeutschen Heimat - auf Englisch, da die Fremdsprachenkenntnisse noch nicht ausreichen. Zusätzlich bekommen sie von Englisch-kollegen unserer Schule noch einige Stunden in Deutsch als Fremdsprache. Andererseits integrieren sie sich selbst, denn mit Englisch als ihrer Muttersprache beleben sie den Englischunterricht auf verschiedenen Klassenstufen.
Eine besondere Bewusstmachung fand während des letzten UNESCO-Projekttages 2008 (HEIMAT: Nebeneinander – Miteinander) statt, an dem dieses Thema in ca. 60 Projektgruppen vertieft wurde. Ein Höhepunkt war die Aufführung des Theaterstückes „Zwischen“ des Stadttheaters Lüneburg, bei dem es um Integrationsprobleme türkischer Mädchen geht.
Um die mögliche Integration von Außenseitern in der Schule ging es 2008 und 2009 für Schüler der Sek. I, die sich mit den Themen „Respekt“ (Jahrgang 8) und „Alltagsrausch“ (Jahrgang 9) auseinander setzten. Auch ein sogenanntes „Elternforum“ befasste sich mit dem Thema „Mobbing“. All diese Veranstaltungen wurden von unserer Präventions-AG (in der Schüler, Lehrer und Eltern mitarbeiten) organisiert – die zuerst genannten Veranstaltungen unter Hinzuziehung von außerschulischen Partnern, den Vertretern von etwa 20 örtlichen und regional ansässigen Beratungs- und Hilfeeinrichtungen wie z.B. der Polizei, der Gemeindeverwaltung u.ä. (siehe auch Punkt 5).
Wie man ausgegrenzte Mitschüler wieder in die Klassengemeinschaft integrieren kann, war auch das Thema eines Theaterstückes, das 2009 von den Mitgliedern der „English Theatre“-AG selbst verfasst wurde und das beim Nachhaltigkeits-Wettbewerb „Sei ein Futurist“ (organisiert vom dm-Drogeriemarkt und der deutschen UNESCO-Bundeskommission) einen mit 1000,- Euro dotierten Preis gewinnen konnte (s. auch Punkt 8).
Ein weiteres Integrationsprojekt fand im Juni 2009 statt. Schüler aller auf dem Schulgelände des Schulzentrums liegenden Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) führten ein selbst verfasstes Theaterstück mit dem Namen „Roswitha“ auf.
Erfahrungen mit der Zusammenarbeit von Schülern verschiedener Schulformen (Schule für geistig/körperlich Behinderte, Hauptschule, Gymnasium) sammeln einige Schüler zurzeit bei der Erarbeitung eines gemeinsamen Theaterstücks (vgl. auch Punkt 8).
4. Welterbe
Das Thema „Welterbe“ wird im z.B. Geschichtsunterricht in verschiedenen Jahrgängen der Sek. I aufgegriffen und anhand von Stätten in Niedersachsen und Bremen vertieft (Kaiserpfalz in Goslar, Roland in Bremen).
5. Menschenrechts-/Demokratie-/Friedenserziehung
Unter dieser Rubrik lassen sich zwei Schwerpunkte heraus kristallisieren: Einerseits holt die Schule z.B. Zeitzeugen in die Schule, die den Schülern über ihre Erlebnisse berichten (z.B. über das Leben in Konzentrationslagern oder als Bürgerrechtler in der DDR) und andererseits öffnet sich die Schule z.B. durch entsprechende Theateraufführungen oder Präsentationen bei Projekttagen nach außen und lässt die nichtschulische Öffentlichkeit an Unterrichtsprozessen teilhaben.
Im Jahr 2008 las Erika Band de Rosenberg unseren Schülern der Klasse 11 aus der von ihr geschriebenen Biographie über Emilie Schindler vor, der Ehefrau Oskar Schindlers, der über 1200 Juden vor dem sicheren Tod in Konzentrationslagern bewahrt hatte.
Engagierte Schüler erlebten die Eltern und die außerschulische Öffentlichkeit während vergangener Projektwochen und der UNESCO-Projekttage („Heimat: Nebeneinander, Miteinander“ 2008; „Unser Handeln – Unsere Zukunft/Afrika“, 2009) der letzten Jahre. Nicht nur das selbstständige Recherchieren und das spätere Präsentieren der unterschiedlichen Projekte, sondern auch das eigenverantwortliche Durchführen von Projekten von Oberstufenschülern (als Leiter) hat in großem Maße zur deren Persönlichkeitsentwicklung beigetragen.
Eine auch in Zukunft stattfindende Veranstaltung war (erstmalig während dieser Projekttage) die Teilnahme von 45 Schüler/innen am interaktiven Planspiel „Pol&IS – Politik und Internationale Sicherheit“, bei dem Schüler von Politikkursen auf erhöhtem Niveau politische Abläufe als Politiker oder Manager z.B. drei Tage lang nachspielten.
Seit Weihnachten 2007 organisiert die SV eine „Weihnachtsmann“-Aktion, zu der Lehrer und Schüler Weihnachtsmänner aus Schokolade an Mitschüler oder Lehrer verschenken können – 2009 waren es 1200 Weihnachtsmänner. Der Erlös geht nach Abzug der Unkosten an den Verein „Lachende Kinder“ in Edewecht und an unsere Schule selbst, um z.B. Spiel- und Sportgeräte für den Pausensport zu kaufen.
Sehr verantwortungsbewusst handeln die Schüler bei der Aktion „Schüler helfen Schülern“, einem Nachhilfeprogramm, das, 2007 initiiert und organisiert von einem Lehrer, Schülern der Sek. I in Kleingruppen die Möglichkeit bietet, preiswert bei einem Oberstufenschüler Nachhilfe zu nehmen und den Oberstufenschülern die Möglichkeit bietet pädagogisch tätig zu werden.
Die Präventions-AG (mit Eltern, Lehrern und Schülern) veranstaltet regelmäßig Projekttage für die Schüler der Sek. I zum Thema „Sucht“ (Jg. 9) und zum Thema „Respekt“ (Jg.8) und für die Eltern so genannte Elternforen, die sich in den letzten beiden Jahren mit den Themen „Mobbing“, „Alkohol“ und „Schulangst“ befasst haben (s. Punkt 3).
6. Eine Welt/Globales Lernen
Hier ist vor allem unser Hilfsprojekt in Tamiga/Burkina Faso zu nennen. Jedes Jahr wird kurz vor den Herbstferien eine Sponsorenrallye mit freiwilligen Schülern der 7. und 8. Klassen durchgeführt. Die auf diese Weise eingeworbenen Gelder (jährlich etwa 10.000,- Euro) werden für unterschiedliche Projekte verwendet. Stand in den ersten Jahren ein Schulneubau in Tamiga im Vordergrund, so sind die Gelder in den letzten Jahren zum Bau einer Gesundheitsstation und einer Getreidebank verwendet worden. Zurzeit wird die Primarschule mit drei Klassen und Lehrerwohnungen mit einem Kostenrahmen von 65.000 € erweitert. Im Jahr 2009 sind wieder ein Lehrer und drei Schülerinnen unserer Schule vor Ort in Burkina Faso gewesen um sich persönlich einB bild zu verschaffen.
Ein zweites Projekt befindet sich mitten in der Realisierung: Schüler der 7. Klasse, die im Januar 2010 an dem Austausch mit dem Europa-Kolleg in Istanbul teilnehmen, werden zusammen mit ihren gleichaltrigen Partnern ein Projekt zu dem Oberthema „Wasser“ bearbeiten. Dieses Projekt wird mit Mitteln der Robert-Bosch-Stiftung bezuschusst.
7. Bildung für Nachhaltige Entwicklung/Umweltbildung
Seit dem Jahr 2002 darf unsere Schule den Titel „Umweltschule für Europa“ tragen und wir hoffen, dass wir diesen Titel auch 2010 wieder zuerkannt bekommen werden.
Von Juni 2005 bis Juni 2009 (so lange lief das Programm der Bund-Länder-Kommission Transfer 21) war unser Gymnasium eines von sechs Gymnasien in Niedersachsen, das den Titel „Kernschule“ führen durfte. Das hieß, dass wir dafür ausgezeichnet wurden, dass sich die Schule intensiv an der Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung beschäftigte. Insbeson-dere orientierte sich die Arbeit an den Leitideen „Gestaltungskompetenz“, „Partizipatives Lernen“ und „Kooperation mit außerschulischen Partnern.“
Eltern, Schüler und Lehrer treffen sich regelmäßig in der AG Nachhaltigkeit sowie in der Fachbereichskonferenz Umwelt am GZE, um die Idee der Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung am GZE voranzutreiben.
Das GZE ist an regelmäßig stattfindenden Treffen der Umweltschulen in Nordwest-Niedersachsen sowie der niedersächsischen Schulen, die sich besonders um eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung kümmern, beteiligt
Ein Seminarfachkurs der Schule beteiligte sich 2009 am bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Schulhofdschungel“ und belegte von über 100 teilnehmenden Schulen einen hervorragenden 4. Platz
Seit 2007 führt unsere Schule kurz vor den Sommerferien eine „Putzstunde“ durch. Fenster werden geputzt, Kaugummis von den Tischen entfernt etc. Kurzum: Die Klassenräume werde so sauber hinterlassen, wie sie am ersten Schultag vorgefunden wurden. Außerdem werden in dieser Putzstunde die während des Schuljahres in den Klassenräumen gesammelten Batterien sowie alte CDs und DVDs zu den Chemieräumen gebracht. Später werden die Datenträger der Firma Blueboxx übergeben, die sie an zertifizierte Recyclingfirmen verkauft. Ein Teil des Erlöses geht dann an den Verein zur Unterstützung krebskranker Kinder der Medizinischen Hochschule Hannover.
Alle 5. Klassen machen am Ende des Schuljahres einen Ausflug in den nahegelegenen „Park der Gärten“, an dem ihnen u.a. Natur- und Artenschutz näher gebracht werden und sie viel über Heilkräuter, Pflanzen und Sonnenenergie lernen.
Im September 2008 und 2009 war das GZE aktiv an den bundesweiten Aktionstagen “Bildung für nachhaltige Entwicklung“ beteiligt. Die Natur-AG bot jeweils Führungen über den Schulhof an, um die Möglichkeiten einer nachhaltigen Grünflächengestaltung zu präsentieren.
Die AG Klimaschutz und Solarenergie des GZE hat eine GbR „Schule macht Strom“ initiiert, die in Zusammenarbeit mit dem Solaranlagenhersteller „aleo solar“ aus Oldenburg im Dezember 2009 eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle in Betrieb nahm. Eltern, Schüler und Lehrer des GZE finanzierten den Bau dieser Anlage, die einen wirksamen Beitrag zur CO 2 Einsparung liefert. Das GZE wurde in das geplante weltweite Netzwerk von aleo power schools integriert und die täglichen Stromerzeugungs- und CO 2 Einsparungs-daten können alle Schüler und Lehrer im Nebengebäude auf einem Bildschirm ablesen.
Im März 2010 werden Schüler, Lehrer und Eltern im Rahmen des SEIS-Programms (SEIS = Selbstevaluation in Schulen) unsere Schule nach den SEIS-Kriterien evaluieren, um nach Auswertung der Ergebnisse evtl. neue Schwerpunkte der Qualitätsentwicklung an unserer Schule festzulegen.
8. UN-System/UNESCO/Netzwerkarbeit
Seit der Anerkennung der Schule als mitarbeitende UNESCO-Projekt-Schule hat sich ein UNESCO-Ausschuss aus Lehrern, Eltern und Schülern an der Schule etabliert, der regelmäßig tagt und die Aktivitäten koordiniert.
Bei den meisten Arbeitstreffen, Regional- und Bundestagungen teilgenommen hat das Gymnasium stets darauf geachtet, dass ein Mitglied des schulischen UNESCO-Ausschusses anwesend war sowie eine weitere Lehrkraft, für die das jeweilige Thema besonders aufschlussreich war. Damit sollte sicher gestellt werden, dass die Inhalte der jeweiligen Tagungen und Arbeitstreffen auch Eingang in die weitere Arbeit der Schule in diesen speziellen Bereichen führt.
Schüler des Gymnasiums haben an allen drei bisher stattgefundenen „Zukunftswerkstätten“ während der Regionaltagungen (Holzminden, Osterholz-Scharmbek, Aurich) teilgenommen und dort positive Erfahrungen gesammelt.
Seit 2003 nimmt unsere Schule regelmäßig (jährlich) an der sogenannten OLMUN teil, einem UN-Planspiel in Oldenburg, das in englischer Sprache durchgeführt wird und bei dem Schüler die Rollen von Repräsentanten verschiedener Länder in UN-Vollversammlungen durchspielen.
Anlässlich des Internationalen Projekttages 2008 hat sich das Gymnasium an dem Kunstvor-haben „Heimat – Wie viel Heimat brauchen wir?“ beteiligt. Die Kunstwerke wurden im Rahmen von Ausstellungen in Lüneburg und in Hannover gezeigt und mit einem Preis ausgezeichnet.
Im Jahr 2009 haben die vier UNESCO-Projekt-Schulen im Nordwesten Niedersachsens mit einer Netzwerkarbeit begonnen. So wurde bei einem Treffen im August 2009 beschlossen, für den Projekttag 2010 ein gemeinsames Kunstwerk zu erstellen und im Januar 2010 ein Theaterstück unter dem Motto „Reich an Armut“ aufzuführen, das die Schüler zuvor gemeinsam verfasst hatten. Der Hauptaspekt dieser Netzwerkarbeit lag in der Integration von Schülern verschiedener Schulformen: Schüler einer Förderschule, einer Hauptschule und eines Gymnasiums arbeiteten Seite an Seite, und erlebten eine für sie alle bereichernde erfahrung.
Das bereits oben erwähnte englische Theaterstück „A Class with(out) Class“ wurde dank des Engagements von Kollegen weiterer UNESCO-Projekt-Schulen noch jeweils 2x am Dom-Gymnasium Verden und an der Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim aufgeführt.
9. Perspektiven der UNESCO-Arbeit am GZE
Der UNESCO-Ausschuss muss weiter darauf hinarbeiten, dass die UNESCO-Leitlinien und Essentials sich nachhaltig in den Köpfen aller Lehrer, Schüler und Eltern verankern. Das bis jetzt schon durchgeführte „trickle-down“-Prinzip nach UNESCO-Tagungen, Arbeitstreffen und Fortbildungen kann intensiviert werden, so dass die UNESCO-Arbeit von vielen mitgetragen wird und nicht der Gedanke aufkommt, diese Mitgliedschaft diene nur wenigen Auserwählten.
UNESCO-relevante Unterrichtsinhalte sollten noch mehr in das Bewusstsein der Schulöffentlichkeit gerückt werden, indem Ergebnisse z.B. in einer kleinen Ausstellung im Foyer präsentiert werden.
Die Netzwerkarbeit mit anderen UNESCO-Schulen sollte zumindest beibehalten und, wenn möglich, ausgebaut werden.
10. Anhang
- Schulprogramm des GZE incl. Leitbild
- Bad Zwischenahn, 28. Januar 2010 -
Application for recognition
as an associatedUNESCO -School
- Reasons -
1. Introduction
The Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht had been an interested UNESCO-Associated-School (ASPnet) from 2000 to 2007. The application for a cooperating ups was accepted in the year 2007. Representatives of the school have taken part in the various meetings on a local, regional and federal level since 2002 – at first intermittently, from 2004 on regularly. Since 2004 our school has always participated in the federal ASPnet-Project Day.
On the following pages the various ways in which our school has endeavoured to translate the principles and priorities of the German UNESCO Commission
- Intercultural Learning
- Integration/Inclusion
- World Heritage
- Education for Human Rights, Democracy and Peace
- One World/Global Learning
- Education for Sustainable Development/ Environmental Education
- UN-System/UNESCO/Networking
into concrete learning approaches according to the requirements laid out in the annual report will be described as well as networking among other UNESCO-schools has developed.
As already mentioned above, the main reason that we are applying to become a recognized UNESCO-Associated-School is due to the way our school has tried to translate the theoretical principles and priorities of UNESCO into real learning situations inside and outside the classroom, in other words the hard work in schools concerning Rethinking, Reorienting, and Reassessing education.
2. Intercultural learning
Intercultural learning in our school predominantly takes place in foreign language classes and during student exchange programs.
English is taught from grade 5, French and Latin from grade 6 and Russian and Spanish from grade 8 – the last two languages only as extracurricular activities.
We have two two-week exchange programs (one week here, one week there; head-to-head exchange) with schools in France (Collège y Lycée General Technologique du Sacré-Coeur in La Ville du Bois, close to Paris – for 9th graders) and Turkey (Europa-Kolleg in Istanbul for 7th graders).
Our yearly six to seven week exchange program with High Schools in the USA alternates between Starr’s Mill High School in Fayetteville, Georgia (in even years), and Centerville High School in Centerville, Ohio (uneven years). This program, sponsored by the German-American Partnership Program (GAPP), is for 10th graders.
In addition to these group exchanges individual exchanges – also organized by our teachers -take place with schools in Chile, France and Guatemala.
All these exchanges not only benefit the participants, but also the students ‘left at home’, because the foreign students introduce their country by means of various presentations about culture e.g. enriching the different classes they participate in (see also Part 3: Integration).
Other intercultural experiences are made regularly during field trips that take juniors or seniors to countries like Italy, France, England, Ireland.
3. Integration/Inclusion
For us Integration/Inclusion means integrating new teachers and students in our school, integrating short- or long-term exchange students, and also raising the awareness and a feeling of respect in our students towards an “otherness”. This can be done in regular classes or by special events that eventually lead to an acceptance of being different thus reducing bullying situations.
In the school year 2009/2010 our school has introduced a mentoring program for new teachers. Every new teacher is monitored and supported in each of his subjects by a seasoned teacher at his side who helps, guides and advises him in all aspects of our school life e.g. the organisation of classes, field or exchange trips or issuing report cards. The new teachers also receive a small booklet called “GZE from A-Z”, which contains important information about our school.
All new 5th grade students are invited with their parents to special welcoming receptions, which are organized by teachers, parents and students of the then 6th graders. Four to five weeks later all new 5th grade classes go on a “getting to know each other” overnight field trip with their new form teachers.
All new single (exchange-) students are welcomed by a coordinator/vice principal and are assigned a student mentor to facilitate their integration in our school.
The exchange students who come in a group with a chaperone are integrated differently. Besides taking part in regular classes the students from the USA are informed about our school system, geographical features as well as plant and animal life in our area. They attend special “German as a Foreign Language” classes taught by our Foreign Language teachers. Additionally, they integrate themselves by assisting our English teachers in various classroom situations.
During the UNESCO-Project-Day 2008 (HEIMAT: Nebeneinander – Miteinander) our school worked in ca. 60 classes and groups on the topic “integration” making the students aware of their own roots and the necessity of integrating people (students) with different roots. A highlight was a theatre performance of the play “Zwischen” (In Between), by the Stadttheater Lüneburg, in which a Turkish girl showed her difficulties of integration on stage.
The integration of outsiders was the topic of two events in 2008 and 2009 that dealt with “Respect” and “Everyday Intoxication”. “Bullying” was on the agenda of a parents’ night. All these events were organized by our prevention committee (in which teachers, parents and students work together) with about 20 different partners from the non-formal educational sector such as local government, police etc.
The integration of a bullied outsider was also the main theme of a theatre play written by students and an English teacher in English. “A Class with(out) Class” was honored with 1.000,- Euros in a competition about sustainability. This competition “Sei ein Futurist” was organized under the auspices of the drugstore chain dm-markt and the German UNESCO-Kommission (see also No.8).
Another project of integration was again a theatre play: Roswitha, written and performed by students of all three schools (Hauptschule, Realschule and Gymnasium) of our school center in Bad Zwischenahn.
And last week the first networking among three UNESCO-schools in the North-West of Lower Saxony bore fruit: A theatrical collage with the title “Afrika – Reich an Armut” (Africa: Rich in Poverty) was successfully launched and filmed by the local TV station. It was remarkable because students from a Förderschule (school for the handicapped), a Hauptschule and a Gymnasium worked together (see also No.8).
4. World Heritage
The topic “world heritage” dealt with in history classes at various grade levels in Sekundarstufe 1 – mainly with sites in Lower Saxony (Kaiserpfalz in Goslar) and Bremen (the Roland).
5. Education for Human Rights, Democracy and Peace
Two main aspects are to be mentioned here: On the one hand our school invites contempo-rary witnesses to talk to students about their individual experiences about life in concentration camps or in the GDR as a civil rights activist. On the other hand we open our own doors to the public by means of theatre performances (see No.2) and presentations of the results of the work in projects thus allowing the interested public to cast a glance into classrooms.
In 2008 Erika Band de Rosenberg read in front of senior students from her biography about Emilie Schindler, wife of Oscar Schindler, who saved 1200 Jews from death in concentration camps.
Parents and the public experienced very dedicated students during the last “UNESCO-Project-Days” (“Heimat: Miteinander – Nebeneinander” in 2008; Unser Handeln – Unsere Zukunft/Afrika in 2009). The independent research and subsequent presentations of the different projects as well as the responsible organisation of senior students’ own projects.
contributed greatly to the personal development of the students in general.
One of the 60 projects was a political simulation game called “POL&IS” (Politics and International Security) played by 450 senior Political Science students for two and a half days in which they had to act as political leaders, managers or members of NGOs.
Since Christmas 2008 our student government has organized a “Weihnachtsmann-Verschenk-Aktion” (selling Father Christmas figures made of chocolate). Students and teachers alike can buy a figure and have it sent it to someone within the school. In 2009 1200 figures were sold. The profit from this sale is partly donated to a charity organisation called “Lachende Kinder” (smiling children) and partly to our school in order to buy more sports equipment for recess.
Another activity in which senior students act helpfully and responsibly are the help classes “Schüler helfen Schüler” (students helping students). Students from grade 5 to 9 are taught – for a small fee – by senior students – killing two birds with one stone: Parents don’t have to pay exorbitant fees for private help classes and senior students can brush up their knowledge by teaching younger students and earn a little pocket money.
The Prevention Committee regularly organizes project days for students and lectures for parents (see also No.3).
6. One World/Global Learning
Since 1992 our school has helped to improve living conditions in a tiny little village in Burkina Faso called Tamiga. Every year students from the 7. and 8. grade volunteer to ride bikes and run in an charity run to collect money. This money (appr. 10.000,- Euros a year) is used to finance different projects for Tamiga such the construction of a school and flats for teachers, a health center, and a storage container for grain. At the moment three new classrooms and more teachers’ flats are being built for 65.000,- Euros – money collected by our school. In 2009 three students and a teacher were in Tamiga to get a first-hand impression of the present situation.
Another project has just taken shape: 7th graders have taken part in an exchange with the “Europa-Kolleg Istanbul”. The students of both countries researched the importance of “water” in both countries. This project was subsidized by the Robert-Bosch-Stiftung.
7. Education for Sustainable Development (ESD)/Environmental Learning
Since 2002 our school has biannually been awarded the title “Umweltschule für Europa” and we hope to obtain the title again in the fall of 2010.
From June 2005 to June 2009 (when the program “Transfer 21” from the federal government expired) our school was one of six (!) High Schools (Gymnasien) in Lower Saxony to bear the title “Kernschule Transfer 21”, which meant that our school was honoured for its efforts in introducing Education for Sustainable Development in several areas such “competence in creating”, “participative learning” and “cooperation with partners from the non-formal educational sector”.
Parents, students and teachers have formed a Sustainability Committee (AG Nachhaltigkeit)and regularly meet in school to propel/foster the idea of an EDS at our school. The so-called Fachbereichskonferenz Umwelt which is a compulsory committee consisting of all department heads also works on implementing those ideas.
Our school regularly takes part in all meetings of the “Umweltschulen” (Environmental schools) in the North-West of Lower Saxony and the other schools in our state that especially care about ESD.
One class of senior students took part in the nationwide competition “Schulhofdschungel” (schoolyard jungle) and came in 4th from over 100 participating schools - an excellent achievement.
Since 2007 our school has carried out a so-called “Putzstunde” (cleaning hour). Windows are washed, chewing gum is taken off tables and chairs etc. in short: All classrooms are cleaned in such a way that they look like the first day of the school year. Besides the cleaning action, used batteries, CDs and DVDs (collected over the year) are taken to the chemistry rooms. Later on this material will be taken to a recycling company. The profit from the sale then goes to a charity for children with cancer in Hanover.
At the end of every school year all 5th graders go on a field trip to the nearby “Park der Gärten” (Park of Gardens), during which they learn about healing herbs, plants and solar energy and the protection of nature and its species.
In September 2008 and 2009 our school actively participated in the so-called “Aktionstage Bildung für Nachhaltige Entwicklung” (Days of ESD). The nature team offered tours through our school yard presenting possibilities of the sustainable care of green spaces.
The committee Klimaschutz und Solarenergie (solar energyand protection of climate) founded a company that – in cooperation with aleo solar (a company that develops solar technology) – had solar panels installed on the roof of the gym that generate electricity. Parents, students and teachers financed the construction, which contributes effectively to the reduction of CO2 gases. Our school is now one of the planned world-wide network of “aleo power schools”. The daily amount of electricity production as well as the corresponding reduction of CO 2 can be read on a display in the school lobby.
In March 2010, students, teachers and parents will evaluate our school according to criteria from an evaluation program called SEIS (self-evaluation in schools). After analysing the results of the evaluation, our school will then be able to establish new guidelines to continue improving the quality of our school.
8. UN-System/UNESCO/Networking
Since its establishment as a cooperating UNESCO-school, a UNESCO-committee (consisting of students, teachers, parents) has been formed that meets regularly and coordinates activities.
The committee has sent at least one member of the committee to the UNESCO-meetings on the state and federal level, making sure that a second teacher took part if the topic was relevant for that subject, so the results of these meetings could find their way into the work of the respective teachers at school.
Students of our school have taken part in all “workshops: future” so far and have found them to be very rewarding and positive experiences.
Since 2003 our school has taken part in “OLMUN” (Oldenburg: Model United Nations), a UN-simulation game completely done in English. Students take over the role of representatives of various countries discussing themes and issues just like the “real” UN.
Because of the International UNESCO Project Day 2008 our school participated in an art competition´. The work was shown in expositions in Lüneburg and Hanover and was awarded a prize.
In 2009 all four UNESCO-schools in the North-West of Lower Saxony started two network projects: An art project and a theatre project. The art project should be finished by April and will be shown on the International UNESCO Project day on the 27th of April 2010.
In January 2010 a theatrical collage was presented by three of the four schools under the title “Rich in Poverty”. The main aspect during this project was the integration of students from UNESCO-schools of different ability levels: Students from a Förderschule, a Hauptschule and a Gymnasium worked side by side affording all participants a genuinely enriching experience.
Thanks to the UNESCO-network in Lower Saxony – and the enthusiastic work of the participating teachers, parents and students - the English play “A Class with(out) Class” (see No. 3) was performed at two other UNESCO-schools: The Domgymnasium Verden and the Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim.
9. Perspectives of the UNESCO – work at our school
Our UNESCO-committee has to work on implementing the UNESCO guidelines into the heads of students, teachers and parents in a sustainable manner. The ‘trickle-down’ principle e.g. after UNESCO-meetings and workshops can be intensified, so that the work for the UNESCO goals will be borne by many and not just a ‘chosen few’.
Lessons incorporating UNESCO-issues should be made more public, making everyone in our school aware of the important work that is being done. Results from these lessons should then be presented in small exhibitions in the school lobby.
Networking with other UNESCO-schools in and out of our area should be maintained at the present level and possibly extended.
10. Attachment