Alles zum Studium
Informationen zum Studium (allgemein)
Inhalt
1. Alternativen zum Studium
2. Selbsttests
3. Frühstudium an der CvO Universität Oldenburg
4. Tipps zum Studium
5. Stipendien
6. Privat Unis
Informationsportale etc.
1. Alternativen
Manchmal ist es nicht ganz einfach, schnell etwas zu finden, was einem neue Berufshorizonte eröffnet. Ich habe hier kurz die Alternativen aufgelistet (mit kleinen Erläuterungen). Gerne bin ich für Nachfragen etc. zu sprechen.
Nach der Novelle des Niedersächischen Hochschulgesetzes von Juni 2010 kann man studieren, wenn:
a) man nach der 11. Klasse mit der FHS- Reife abgeht und ein einjähriges Praktikum oder ein Jahr Fachoberschule absolviert hat; dann kann man auch an der Uni ein fachgebundenes Studium antreten;
b) man MeisterIn, staatlich anerkannter Techniker oder Betriebswirt ist oder gewisse Fortbildungen absolviert hat (allerdings ist hier die Quote mit 2% sehr gering und das Studium dann schwierigst);
c) man erwirbt eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung nach einer dreijährigen Ausbildung und einer dreijährigen Berufserfahrung;
d) man die Z- Prüfung absolviert: Zulassungsprüfung ohne Abitur nach einer einjährigen Vorbereitungsphase zur Einübung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden mit Schwerpunkten in Deutsch, Fremdsprache, Mathematik und Fachteil.
Für die Berufsqualifizierten geben die Unis eigene Quoten aus, in der Regel 2- 15% der Plätze.
Zum Thema "Lehre oder Studium" hat Die Zeit eine kurze Zusammenstellung gemacht. Hier zu finden.
Thema Studium, Berufe und Verdienst in der neuesten Untersuchung findet man aus Der Zeit hier etwas.
2. Selbsttests (self assessments) zur Studienwahl
3. Thema Frühstudium
Die CvO bietet wieder Frühstudium an. Man kann in der 11. Klasse anfangen. Der Fächerkanon ist erweitert worden, so dass man auch z. B. Geschichte studieren kann. Universitäten in Deutschland erkennen Scheine, die man beim Frühstudium erworben hat, auch an. Prinzipiell gilt es, an Modulen seine Studierfähigkeit und sein Studienfach "in echt" auszuprobieren. Gute bis sehr gute Schüler/innen sollten dringend überlegen, ob es eine gute Chance wäre (was es tatsächlich ist!). Nachfragen an http://www.studium.uni-oldenburg.de/fruehstudium.
4. Praxistipps zum Studium (und zur Berufs- und Studienorientierung)
Gerade in Zeiten ökonomischer Probleme kommen die Fragen "Kosten", "Qualifikation", "Aussichten" und "Termine" auf, denn sie beeinflussen maßgeblich die Entscheidungen für Profile (ab 2009 in Klasse 10), für Beruf oder Schule, für Abschlussarten (schulischen Teil der FHS-Reife, Fachabi an höherer Lernanstalt, Abitur). Daher hier kurz und knapp einige Tipps. Man darf dabei nicht vergessen, dass ca. 350 Berufe und rund 9.000 Studiengänge auf den jungen Menschen "warten".
1. Vorgehensweise
Am Anfang steht immer die Frage "wofür eigne ich mich eigentlich?". Diese Frage lässt sich mit Eignungstests (s.u.; man frage bei der psychologischen Abteilung der Agentur für Arbeit nach) heutzutage ganz gut beantworten - aber Vorsicht, es sind Empfehlungen (Einschätzungen), kein Muss! Danach sollte man sich in diversen Berufen "schlau" machen - Praktika, Erkundungen, Gespräche vor Ort helfen da; dazu empfehle ich immer den Besuch diverser Messen (Einstieg Abi in HH und Köln, HITs, Schnupperstudium, etc. -man vergleiche hier unseren Service: Termine (s.u.)). Wenn man etwas klarer sieht, Termine sich anschauen (Bewerbungsschluss!). Zentraler Termin in Deutschland ist der 15. Juli.
Einige Tests (stiftung warentest gut abgeschnitten) sind unter www.jobtest.unicum.de und www.allianz.de/start machbar. Man kann auch bei www.joblab.de und www.planet-beruf.de hineinschauen.
2. Zeitplanung
Anmeldefristen für andere Schulen wie Fachschulen, Wirtschaftsgymnasium, Handelsschule, etc. liegen in der Regel Ende Februar, was bedeutet, dass man sich mit dem Zeugnis aus 10.1 (!) bewerben muss. Abiturienten müssen sich schon vor ihren Prüfungen kümmern (für Ausbildungsberufe ab 11.1, fürs Studium ab März des jeweiligen Jahres). Für duale Studiengänge zählt schon das Zeugnis aus 11.2 für die Anmeldung (die sind deutlich früher als ZVS und Unis).
Freiwillige Praktika, Zeit nach dem Abitur: Zeitplanung darauf einstellen, was möglich ist. Es gibt auch diverse Aktivitäten (Soziales und Ökologisches Jahr, etc.), die man nach dem Abitur sinnvollerweise machen kann (Studienordnung seines Faches lesen, was eventuell sogar anrechenbar ist).
Alles, was man macht, muss (!) man sich zertifizieren lassen (Zeugnis, Gutachten, Nachweis)
3. Studiumsauswahl
3.1 Es macht wenig Sinn, sich heute ein Studium auszusuchen, weil heute Leute dafür gesucht werden, wenn erst in fünf bis sechs Jahren der Arbeitsmarkt sich um einen kümmert. Man sollte daher auch sehr vorsichtig bei Trendjobs sein.
3.2 Auch wenn das Wunschstudium nicht zustande kommt, gibt es immer einen Weg (z. B. Wunschfach Kinder- und Jugendtherapie; Studium auf Lehramt, Weiterbildung danach, Wunschberuf ist erreichbar).
3.3 Numerus clausus
Ungeheur viele Studiengänge unterliegen einem NC (eine Liste kann man bei studis.online.de oder
www.nc-werte.info einsehen) - deshalb: ab dem 1. Tag der Profilphase ist man im Abitur!!
Der NC ist immer der NC des vorangegangenen Semesters. Gerade für 2011 - 2013 muss man mit einem Anziehen rechnen.
ABER: Der überwiegende Teil der Unis arbeitet mit einem Kombisystem aus NC und Qualifikation/ Eignung. Nimmt man die reinen freien Studienplätze (also ohne irgendwelche Quoten für Wartezeit, ausländische Studierende, Berufsqualifikationsplätze), so werden 80% NC und 20% Qualifikation gewertet. Unter Qualifikation versteht man u.a. Einzelnoten des Studienfaches, berufsbildende Qualifikationen, Praktika, etc.. Dies bedeutet, dass z. B. jemand mit einem NC von 2,5 nicht genommen wird, jemand mit 2,7 und Qualifikationen doch.
3.4 Wartezeit
Wartezeit ist ein eigenes Entscheidungskriterium der Universitäten; sie wird nach neuestem Stand nicht mit dem NC verrechnet. An der CvO Oldenburg z. B. werden 25% der Studienplätze über die Länge der Wartezeit vergeben. Wartezeit ist definiert als Zeit zwischen Abitur und Studiumsbeginn (aber Vorsicht: a) man braucht sich vorher nicht beworben zu haben, b) in Nds ist ein Auslandsstudium erlaubt und die Zeit zählt trotzdem zur Wartezeit); als Zweitkriterium bei der Zuteilung kommt dann die Abitursdurchschnittsnote (NC).
3.5 Studienqualifikationstests oder -vorableistungen
Bei einer zunehmenden Anzahl von Studien wird ein Englischzertifikat vorgeschrieben. Hier sollte sich jeder zukünftige Student frühzeitig darum kümmern. Dies betrifft auch viele naturwissenschaftliche Fachstudiengänge.
3.6 Kosten
In manchen, noch lange nicht allen, Bundesländern gibt es Studiengebühren (Informationen kann man sich verschaffen, z. B. auf der KMK - Seite oder bei studis-online.de - hier sollte man immer darauf achten, von wann die Daten sind). Selbst, wenn man diese sieht, sollte man immer daran denken, dass man dafür 6 Monate hat (also pro Monat de facto unter €100) und ein Anrecht auf Kurse erwirbt. Auch ohne Studiengebühren benötigt man ca. €800 pro Monat, stark abhängig von der jeweiligen Universitätststadt (Studentenwerk führt immer eine Sozialstudie durch mit Erhebbung der Kosten; die neueste ist von 2006; unter http://www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=02401). Über die einzelnen Studiengebühren (rd. € 750,- in manchen Bundesländern) muss man sich immer informieren; sie gelten für jeweils ein Semester.
Hier finden Sie einen Abriss lfd. Kosten (zur Orientierung). Man kann auch unter http://www.stipendiumplus.de recherchieren. Tipp: Es gibt mehr Stipendien als man glaubt (und man muss kein Überflieger sein).
3.6 ZVS oder Uni.
Zur Zeit vergibt die ZVS nur noch ganz wenige (z. B. Medizin, Pharmazie) Plätze, alles andere läuft über die Unis. Das Verfahren wird im Augenblick überarbeitet, um Konkurrenzverluste auszugleichen (Mehrfachbelegungen, etc.).
Das neueste Uni Ranking findet amn unter http://www.zeit.de/studium/rankings/index.
3.7 Kompetenzen
Eine Hauptkompetenz in der internationalisierten Berufswelt, Stichwort Globalisierung, wird Sprach- und Kulturkompetenz sein. Wer hier in seiner Schullaufbahn spart, der bereut es später mit einiger Sicherheit. Man achte dabei auch besonders auf Zusatzangebote mit besonderen Qualifikationen (Delf, Business English, Zertifikatskurse bei professionellen Anbietern - (checken, ob geprüft und zertifiziert, ansonsten Geldausgabe ohne Gegenwert)).
(Stand 6.9.2010)
5. Stipendien
Vor Beginn eines Studiums stellt sich die Frage der Studienfinanzierung, die über BAföG-Förderung, durch Ausbildungsunterhalt von den Eltern, Jobben, Studierendendarlehen und Stipendien erfolgen kann.
Auf dem Gebiet der Studienförderung mittels Stipendien sind eine Vielzahl von Stiftungen und Förderwerke tätig. Stipendien sind nicht ausschließlich für Hochbegabte, denn für viele Stipendiengeber sind soziales, gesellschaftliches oder politisches Engagement der Bewerber wichtige Förderungsvoraussetzungen.
Damit die zahlreichen Möglichkeiten der Studienförderung gezielt genutzt werden können, zeigen wir hier Links zu Internetadressen von Stiftungen, die auf dem Gebiet der Studienförderung tätig sind.
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. (CDU-nah)
Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD-nah)
Friedrich-Naumann-Stiftung e.V. (FDP-nah)
Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis 90/Die Grünen -nah)
Rosa-Luxemburg-Stiftung (Die Linke-nah)
Evangelischges Studienwerk e.V. (Evangelische Landeskirchen)
Cusanuswerk (Katholische Kirche)
Hans-Böckler-Stiftung (DGB)
plus stipendium Arbeitsgemeinschaft der Begabtenförderungswerke
Stifterverband für die deutsche Wissenschaft
Studienstiftung des deutschen Volkes e.V.
Studienförderwerk Klaus Murmann der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (Arbeitgeberverbände)
MTU Studien-Stiftung
Start-Stiftung (Schülerstipendien für begabte Zuwanderer)
Bundesverband Deutscher Stiftungen
e-fellows.net
DAAD - Stipendiendatenbank
Deutsches Informationszentrum Kulturförderung
6. Privat - Unis
Das Thema private Hochschulen wird immer wichtiger. Heute wollen gute Studentinnen und Studenten berufssichere Abschlüsse. Fast eine Art "Versicherung", so jedenfalls die Medienwelt (wie z. B. Stern, Spiegel, Die Welt, FAZ) undf auch die Unternehmerverbände (wie z. B. VDI), ist die Ausbildung an einer der Top - Adressen der privatzen Hochschullandschaft. Je mehr der Staat, bei den Unis der Bund, spart, desto attraktiver werden Privateinrichtungen, weil sie es sich leisten können und müssen, gute Professoren, nahe an der Praxis, ein ansprechendes Ambiente, sehr viel Internationalität und gute Jobchancen zu bieten. Von daher sind die im Durchschnitt € 10000 Euro pro Jahr gut angelegtes Kapital - denn immerhin ist es an diesen Unis üblich, in kurzer Zeit (1-2 Jahre früher als an staatlichen Unis) ans Ziel zu kommen. Und bei den guten Adressen warten die "Abnehmer" nicht erst vor dem Haupteingang, sondern sind zumeist schon im Hörsaal.
Aber - es gibt auch Einstellungstests, so dass der Numerus Clausus oft nicht ausreicht. Und - viele Unis sind mehrsprachig, also zumindest ohne gutes Englisch ist da nichts zu holen.
Für das Jahr 2010 habe ich kurz die Top - Unis auf einer Seite kurz skizziert.
Übrigens - das Urteil des Manager Magazins vom März 2002 unter dem Stichwort "Schein-Elite" hat für 2010 keinen Bestand mehr - selbst renommierte Universitäten in den USA, Frankreich und Großbritannien haben Respekt vor den Leistungen der Privaten in Deutschland. Schade, dass das Manager - Magazin hier immer noch auf dem Stand von 2002 verharrt.
Im Juli 2010 will der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft (der Wirtschaft) eine Studie zum Thema "Private Hochschulen", in Auftrag gegeben bei McKinsey, veröffentlichen. Man darf gespannt sein. Wer will, kann sich hier schlau machen: http://www.stifterverband.info/wissenschaft_und_hochschule/hochschulen_im_wettbewerb/private_hochschulen/index.html.
Sonstige Informationen
Die Internetseiten www.abitur-und-studium.de und www.nc-werte.info
bieten als einzige Internetseiten eine Übersicht der Numerus Clausus Daten und Zulassungsbeschränkungen der Hochschulen in Deutschland. Angehende Studenten können die Datenbank mit der NC-Suche durchsuchen und so feststellen, an welchen Hochschulen welcher Studiengang angeboten wird und welche Voraussetzungen für eine Zulassung erfüllt sein müssen.
Unter dem Sichwort Studienscout Guide findet man viel Infos. Im neuesten Heft geht es u. a. über Finanzierung.
Interessante Berufe stellt Die Zeit wöchentlich vor unter http://blog.zeit.de/schueler/2010/09/10/welcher-beruf-passt-zu-mir/.
Informationsportale zum Studium in Niedersachsen
Die Koordinierungsstelle für die Studienberatung in Niedersachsen ist eine gemeinsame zentrale Einrichtung der niedersächsischen Hochschulen und bietet Informationen zum Studienangebot und Hochschulzugang, zur Studienfinanzierung, über aktuelle Informationsveranstaltungen, Links zu Studienberatungsstellen etc.
www.studieren-in-niedersachsen.de
Allgemeines: http://www.abi.de; http://www.studienwahl.de; http://doppelabi.nibis.de
Ein neues Internetportal zur Studien- und Berufswahl für Abturienten informiert über Studiengänge, Studieren im Ausland, Berufsausbildungen, das Freiwillige Soziale Jahr, Sprachreisen und viele weitere Perspektiven für Abiturienten:
www.generation-g8.de
Internetportal zum Studium in den Niederlanden: www.studienscout-nl.de
Informations- und Vergleichsportal zu Bachelor-Studiengängen: bachelor-vergleich.com
Die Internetseite http://www.abitur-und-studium.de bietet Übersichten zum Numerus Clausus und zu Zulassungsbeschränkungen aller Hochschulen in Deutschland.