Al Gore

Albert Arnold „Al“ Gore, Jr. (* 31. März 1948 in Washington D.C.) ist ein US-amerikanischer Politiker (Demokrat), Unternehmer und Umweltschützer, sowie Friedensnobelpreisträger des Jahres 2007. Von 1993 bis 2001 war er der 45. Vizepräsident der Vereinigten Staaten unter Präsident Bill Clinton.
Von 1977 bis 1985 war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus, danach Senator für den Staat Tennessee. 1988 scheiterte eine Präsidentschaftskandidatur.
Im Jahre 2000 verlor er aufgrund des „komplizierten“ amerikanischen Wahlsystems die Präsidentschaftswahl gegen George W. Bush, obwohl er insgesamt über 500.000 Stimmen mehr auf sich vereinen konnte als sein republikanischer Gegenkandidat.
Gore hat mehrere Schriften zum Umweltschutz veröffentlicht und hält weltweit Vorträge zu diesem Thema. Aus seiner Multimediapräsentation über die globale Erwärmung ist die mit dem Oscar ausgezeichnete Dokumentation „An Inconvenient Truth“ (dt.: Eine unbequeme Wahrheit) hervorgegangen. Daneben hat er das GLOBE-Programm gestartet und die Konzertreihe Live Earth initiiert.
Im Oktober 2007 wurde bekannt gegeben, dass Al Gore für seine Bemühungen um eine Bewusstmachung der Klimakrise und ihrer globalen Gefahren zusammen mit dem Weltklimarat IPCC der Friedensnobelpreis verliehen werden wird.

Live Earth

Live Earth war eine weltumspannende Konzertreihe, die nach dem Vorbild von Live Aid und Live 8 am 7. Juli 2007 auf allen sieben Kontinenten insgesamt 24 Stunden lang stattfand. Sie wurde damit zur bis dahin größten Benefiz- und Musikveranstaltung der Geschichte. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom ehemaligen US-Vizepräsidenten und Umweltaktivisten Al Gore und vom Musikproduzenten Kevin Wall, die damit auf die globale Erwärmung und die von Wall gegründete Klimaschutz-Allianz Save Our Selves (SOS) aufmerksam machen wollten. SOS trat als Dachorganisation der Veranstaltung auf und wollte mit den Erlösen eine Stiftung für den Klimaschutz einrichten. Außerdem sollte die Konzertreihe die Menschen weltweit dazu bringen, den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid bis zum Jahr 2050 um 90 Prozent zu senken. Der Emmy-Preisträger Wall fungierte, wie schon im Jahr 2005 bei den Live-8-Veranstaltungen, mit seiner Firma Control Room als Produzent.

Auszeichnungen

Für seinen Einsatz gegen die globale Klimaveränderung wurde Gore mit einigen der international renommiertesten Preise ausgezeichnet. So erhielt er u.a. am 20. April 2007 als einer von sieben Laureaten den Champions of the World Award des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP).[14] Am 6. Juni 2007 erhielt Al Gore den Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie „Internationale Zusammenarbeit“.
In der Begründung der Jury heißt es: „Durch seine Führungskraft hat er dazu beigetragen, in Regierungen und Gesellschaften überall auf der Welt ein Bewusstsein zu wecken, für diese ehrenhafte Sache einzutreten.“

Friedensnobelpreis


Am 12. Oktober 2007 gab Professor Dr.Ole Danbolt Mjøs, Vorsitzender des Nobelauschusses des norwegischen Parlaments, bekannt, dass der Friedensnobelpreis 2007 zu gleichen Teilen an Al Gore und das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC; Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimaänderungen) verliehen werden wird, und zwar für ihre jeweiligen Bemühungen In einer ersten Stellungnahme gab Al Gore bekannt, sich „tief geehrt“ zu fühlen. Er beabsichtigt, seinen Anteil am Preisgeld (fünf Millionen Kronen, etwa 780.000$) an die Alliance for Climate Protection zu spenden, eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Wahrnehmung der Gefahren der Klimakrise in der amerikanischen und internationalen Öffentlichkeit zu stärken.

 

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Al_Gore)