Kunst

Auszüge aus dem Programmheft (Konstantin Bock)

Juni 2007, kurz vor den Sommerferien. Die Idee war eine kleine Produktion für das kommende Schuljahr auf die Beine zu stellen: Fünf Frauen, einige Monologe, ein Kellerraum in der Schule, wenige Zuschauer, zwei Monate Zeit - soweit der Plan.
Aber es kommt immer anders, als man denkt: aus der Idee wurde ein komplettes Theaterstück, mit drei Männern und einem weißen Bild, nur das Zeitlimit blieb.
Glücklicherweise fanden sich die drei Idealbesetzungen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten, worauf sie sich einlassen würden.
Das Theaterstück ,Kunst' von Yasmina Reza zählt zu den am häufigsten gespielten Stücken unserer Zeit und in der Reihe Paris, London, New York darf die Bühne im Auditorium in Edewecht natürlich nicht fehlen. Doch nicht nur das in über 40 Sprachen übersetzte und mit Preisen überhäufte Stück (u.a. Molière Award und Laurence Olivier Award) stellte eine Herausforderung dar, auch das neue Schulgebäude brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Schnell gewöhnten wir uns daran, dass am Wochenende nicht geheizt werden würde und die Fertigstellung der Lichtanlage eigentlich für Februar 2008 geplant war. Dank der freundlichen Unterstützung seitens der Schule (vielen Dank an Frau Vogel und Herrn Friedrich) und besonders des Hausmeisters, Herrn Doll, fiel es uns jedoch leicht, über solche Kleinigkeiten hinweg zu sehen.
Umso mehr freuen wir uns, diese Bühne offiziell einweihen zu dürfen.
An dieser Stelle dürfen natürlich auch die Sponsoren nicht unerwähnt bleiben und so freuen wir uns besonders, dass das Autohaus Kock aus Edewecht uns den Kauf der Rechte ermöglicht hat. Sollten Sie Gefallen an der Bühnenausstattung finden, besuchen Sie doch die Möbelrampe in Edewecht, die uns freundlicherweise die Möbel bereitgestellt hat. Das Holz der aufwendigen Bühnenkonstruktion haben wir dem Raiffeisen Markt aus Edewecht zu verdanken.
Ich möchte mich auch bei meinen Lehrern bedanken, in deren Unterricht ich in letzter Zeit oftmals nur körperlich anwesend war. Hätten Sie mir nicht die Zeit zum Nachdenken und zur Vorbereitung gegeben, wäre das Stück nicht so, wie Sie es heute Abend sehen dürfen.
Das Beste zum Schluss: Der meiste Dank gebührt den Menschen, mit denen ich meine letzten Wochenenden teilen durfte und die sich stundenlang meiner Kritik unterziehen mussten. Es ist nicht leicht, so engagierte und motivierte Menschen zu finden, die bereit sind, so viel für zwei Aufführungen zu opfern. Danke für die zwei intensivsten Theater-Monate; es hat sich gelohnt!

Über die Darsteller und den Regisseur

Ihno Oeltjen (Yvan):
Ihno ist 19 Jahre alt und wird in wenigen Monaten sein Abitur machen, mit den P-Fächern Deutsch, Französisch und Englisch. Er spielt leidenschaftlich gerne Theater und zu seinen bisherigen Bühnenerfahrungen zählen „Top Dogs" (Psychologe, 2005), „Faust" (Alter Faust, 2006) und die Hauptrolle in „Der Sturm" (Prospero, 2007). Seine Liebe zur Schauspielerei möchte er nach dem Abitur gerne zum Beruf machen.
In seiner Freizeit hört Ihno gerne Musik, liest und ist aktiv in der Evangelischen Jugend.
Diesen Sommer wurde Ihno ausgewählt, die Deutsche Schüler Akademie 2007 in Braunschweig zu besuchen. An „Kunst" hat ihm nicht gefallen, dass seine Tage durch Schule+Theater plötzlich 14 Stunden hatten. Schön fand er die intensive Arbeit am Stück und das dadurch erlangte, gute Rollengefühl.
Ihno dankt seiner Freundin Marlies und seinen Eltern.

Konstantin Bock (Regie):
Konstantin darf sich in ein paar Monaten auch auf sein Abitur freuen — oder vielmehr auf dessen Ende. Er ist 18 Jahre alt und hat die P-Fächer Englisch, Deutsch und Französisch. Seit er mit 12 eine Kamera von seinen Eltern bekam, packte ihn die Lust an Filmen. Auch die drei Schauspieler dieses Theaterstücks mussten schon für diverse Kurzfilme herhalten.
Konstantin verbrachte das 11. Schuljahr in Amerika und sammelte dort viel Theatererfahrung, sowohl auf als auch hinter der Bühne. Dort inszenierte er die Musicals „Die Schöne und das Biest" (2006) und ein Jahr später „Cinderella" (2007). Im März brachte er, mit der Sek. I -Theater-AG, das Stück „Kekse" (2007) auf die Bühne. Zu seinen Liebringsrollen auf der Bühne gehören „Top Dogs" (Herr Krause, 2005), „Arsenic and Old Lace" (Mr. Glbbs, 2005) und „Der Sturm" (Caliban, 2007). Konstantin plant nach dem Abitur in Berlin Filmregie zu studieren. Neben Filmen und Theater engagiert er sich auch bei TEN SING.
„Kunst" empfand er als eine positive Lernerfahrung und gute Zusammenarbeit.
Konstantin möchte seinen Eltern, seinen drei Lieblingsschauspielern, Genette Gillard und Emmy Helbig danken.

Christoph Klenke (Serge):
Auch Christoph ist während der Probenzeit nebenberuflich Schüler und macht sein Abitur. Nach dem Theaterstück hofft er die Schute allerdings wieder zum Hauptberuf machen zu können. Er ist 19 Jahre alt und hat die P-Fächer Geschichte, Deutsch und Erdkunde. Die Bretter, die die Welt bedeuten, sind für Christoph kein neues Pflaster, denn neben diversen Theaterproduktionen „Faust I" (Junger Faust, 2008) und „Der Sturm" (Stephan, 2007), steht er oft mit seiner Band „No Space To Swing A Cat“ auf der Bühne. Zu seinen anderen Hobbies zählen Bücher und Reisen (z.B. der GAPP-Austausch nach Amerika). Dieser Reiselust wollen er und sein Rucksack auch nach dem Abitur nachgehen, bevor er in Berlin Gymnasiallehramt studieren möchte.
An „Kunst" störten ihn die überfrachteten Wochenenden, doch das Ergebnis sieht er als eine neue Form des Schülertheaters.
Christoph möchte u.a. seiner Band danken (für die wenigen Proben in letzter Zeit), seinen Eltern, Magdalena und allen, für die er keine Zeit hatte. Insbesondere Viet und Soleiman

Hubertus Wortmann (Marc):
Hubertus ist 18 Jahre alt und auch sein Terminkalender glänzt nicht durch freie Lücken. Da bleibt kaum Zeit, die er ins Abitur investieren kann. Dringend nötig hat er das nicht, in seinen P-Fächern Geschichte, Biologie und Erdkunde.
In seiner Freizeit engagiert er sich beim CVJM, spielt Tennis, reitet und kümmert sich gelegentlich um die Pferde auf dem Hof seiner Eltern.
Das 11. Schuljahr verbrachte Hubertus im Rahmen des Rotary-Jugendaustauschs in Argentinien und spricht nun fließend Spanisch.
Theatertechnisch hat Hubertus auch schon viel Erfahrung gesammelt, u.a. in „Top Dogs" (2005), „Der Sturm" (2007) und einem Stück in Argentinien „Vengo por el aviso" (2006). Dort möchte er nach dem Abitur auch gerne wieder hin, bevor er VWL studieren will. An „Kunst" hat ihm viel gefallen, außer der zweite Akt und der „Regie Futzi".
Hubertus möchte Charlotte danken, ohne die er verloren gewesen wäre und lhnos Mama für die Nervennahrung.

Fotos der Aufführung vom 22.11.2007

Fotos von Ute Harder