Elternforum

 

 

 

Das nächste Elternforum ist am 5. Oktober, näheres dazu unter Akuelles und Archiv

 

21.03.2011 Brain Gym® (8)

09.09.2010 Prof. Pfeiffer: "Medienmissbrauch, Jungen bleiben auf der Strecke" (7)

12.11.2008 "Ja" zum Leben - ohne Rausch! (4)

28.05.2008 Mobbing in der Schule (3)

20.11.2007 Neue Medien (2)

12.06.2007 Pubertät 12.06.2007 (1)

 

 

 

Gut besucht war die 8. Vortragsveranstaltung der GZEpräventionsAG, diesmal zum Thema "Brain Gym®"

Anschaulich und durch praktische Bewegungsübungen unterstützt, vermittelte die Dozentin Frau Dr. Regina Rinken den interessierten Zuhörern die zentralen Vorgänge des Lernens. Nicht immer reiche es bei schulischen Schwierigkeiten aus, den Lernstoff ausschließlich zu wiederholen und anzuwenden. Ebenso käme es beim Lernen auf eine gleichzeitige Aktivierung der linken (rationalen) und rechten (emotionalen) Gehirnhälfte an, so die Referentin. Nach ihrer Erfahrung seien gerade Brain-Gym®-Bewegungsübungen ein effektives und leicht zu erlernendes Hilfsmittel, um beide Gehirnhälften zu stimulieren und so ein integriertes, kognitiv aktives Lernen zu realisieren. Ermöglicht werde dies beispielsweise durch spezielle Überkreuz-Bewegungen der Arme und Beine.

Literaturempfehlung: Dennison, P.E.; Dennison, G.E. (Hrsg.). (1997). Brain-Gym®, Lehrer-handbuch (8. Aufl.). Freiburg: VAK.

Malte Hümme

 

Prof. Pfeiffer: "Jungen bleiben auf der Strecke"

In Zusammenarbeit mit allen drei Schulformen am Standort Bad Zwischenahn ist es der GZEpräventionsAG gelungen Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor des kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover, zu gewinnen. Der ehemalige Justizminister ist ein international gefragter Spezialist der Rechtswissenschaften und sprach am Donnerstag, dem 9.9.2010, zum Thema „Medienmissbrauch“.
Am Vormittag diskutierte Pfeiffer mit insgesamt 350 Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs der Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums über die Folgen übermäßigen Computerkonsums. Am Nachmittag informierte er die Lehrkräfte aller drei Schulen über die Forschungsergebnisse der Institutsstudien und sprach am Abend vor mehr als 200 Eltern und anderen interessierten Personen. Ermöglicht wurde dieser umfassende Informationstag durch die großzügige Spende der Erwin-Roeske-Stiftung, der auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei.


Lesen Sie hier den Artikel der SONNTAGSZEITUNG AMMERLAND vom 12.09.2010!

Lesen Sie hier den Artikel des Hunte-Reports vom 12.9.2010!

Lesen Sie hier den Artikel der Nordwest-Zeitung vom 13.09.2010!

Hier der Flyer zu dieser Veranstaltung als pdf

 

 

 

12.11.2008  4. Vortrag

„Ja“ zum Leben - ohne Rausch!

   oder  Wie mache ich mein Kind stark „Nein“- zu sagen!

 

Berichte über den steigenden Alkoholkonsum bei Jugendlichen („Saufen bis der Arzt kommt“), füllen die öffentlichen Medien. ( siehe Bericht der NWZ zum Kramermarkt 2008 ).

Jugendliche kommen immer früher und immer exzessiver mit Alkohol in Kontakt. Es ist „in“ betrunken zu sein. Zur Ausnüchterung ins Krankenhaus eingeliefert zu werden ist kein Makel mehr, sondern „cool“. Muss es so weit kommen? Wo liegen die gesellschaftlichen Ursachen für dieses Verhalten? Was können wir als Eltern tun, unsere Kinder vor ungezügeltem Alkoholkonsum zu bewahren?

Der Sozialtherapeut Wolfgang Schmitt, Fachstelle Sucht der Diakonie Oldenburg im Ammerland, erläutert die Problematik und die gesellschaftlichen Zusammenhänge. von Genuss – Gebrauch – Missbrauch – Abhängigkeit !? Er zeigt Möglichkeiten auf, unsere Kinder zu schützen.

 - Referent:        Wolfgang Schmitt, Fachstelle Sucht, Diakonisches Werk Ammerland, Sozialtherapeut

 

 

 

 

 

28.05.2008  3. Vortrag

Ene mene muh – und raus bist du!

Mobbing in der Schule

 

Kinder hänseln ihre Spielkameraden, weil sie anders aussehen oder unsportlich sind. Schüler grenzen andere wegen schlechter oder auch wegen herausragender Leistungen aus und stempeln sie zum Außenseiter. Auch Erwachsenen wird am Arbeitsplatz manchmal übel mitgespielt. Und mancher fragt sich: Was habe ich falsch gemacht? Doch Mobbing hat nur selten etwas mit der Persönlichkeit des Opfers zu tun. Anhand konkreter Fallgeschichten werden Ursachen und Handlungen des Mobbings, aber auch Maßnahmen gegen Mobbing vorgestellt.

   - Referentin:       Ingvelde Scholz, Seminar für Didaktik, Stuttgart,Studiendirektorin

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Neue Medien - Fluch oder Segen !? 20.11.2007

 

Referent:   Dr. Wolfgang Mischke, Universität Oldenburg

Auch die zweite Veranstaltung des Elternforums, organisiert von der GZEpräventionsAG des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht, zog wieder viele interessierte Eltern an.

Dr. Wolfgang Misckke vermochte es, auf unterhaltsame Weise die zahlreichen Facetten dieses aktuellen Themas aufzuzeigen und dabei auch die technischen Komponenten anschaulich zu vermitteln. In seinem Vortag schlug er einen geschichtlichen Bogen von den „alten“ Medien zu der viel diskutierten Computernutzung  durch Jugendliche: „Wenn Medien auftauchen, die Spaß machen, wurde schon immer schell vor deren Gefahren gewarnt. Das galt erstaunlicherweise auch für die Medien Buch und Film, die wie Computerspiele den Nutzer in eine Welt entführen, die vom Alltag abgewandt ist.“

Neben dieser Gemeinsamkeit sind die Unterschiede laut Mischke jedoch entscheidend: Beim Lesen eines Buches sei ein hoher Eigenanteil an Phantasie erforderlich. Die Jugendlichen müssten den Text verstehen und sich damit eigene Bilder schaffen. Dieser aktive Vorgang werde schon bei der Präsentation von Bildern, wie z.B. im Film, reduziert. Gleichzeitig werde den Jugendlichen suggeriert, das sei die Wirklichkeit, die Glaubwürdigkeit dieser Bilder wird selten angezweifelt.

Die Nutzung des Computers berge darüber hinaus weitere Gefahren, so setzte Mischke fort: Zum einen besitze dieses Medium ein deutliches Suchtpotential, weil es den Jugendlichen vermittele, es zumindest teilweise zu beherrschen.  „Versuch und Irrtum“, eine von Jugendlichen inzwischen häufig angewandte Lernstrategie, führe bei der Handhabung des Computers häufig zu irgendeinem Teilergebnis, ohne aber die Arbeitsweise dieses Mediums zu verstehen. Zum anderen seien die biologischen Warnsignale, wie z.B. die vor Angst geweiteten Augen des Gegners,  beim Spielen von Computerspielen ausgesetzt. Die Sicherheitssysteme, die sich die menschliche Gemeinschaft im Laufe ihrer Evolution aufgebaut habe, griffen so nicht mehr.

Nicht zu vernachlässigen sei schließlich auch das so genannte  „Lernen am Modell“: Wenn ich den Gegner im Computerspiel wieder und wieder niederstrecke, lerne ich jedes Mal  einen Teilbereich dieses aggressiven Verhaltens, so Mischke.

Den Wunsch der interessierten  Eltern nach Präventionsmaßnahmen kam Mischke abschließend nach: Um seine Kinder vor den beschriebenen negativen Auswirkungen der Medien zu schützen sei ein striktes Verbot der falsche Weg, vielmehr gehe ich darum, einige Eckpfeiler in der Erziehung zu beherzigen: Die Jugendlichen sollten dabei unterstützt werden, ein positives Selbstbild zu entwickeln und positive Erfahrungen bei  der Selbst- und Emotionskontrolle sammeln können. Eltern sollten versuchen, ihre Kinder beim Bewerten von  gewalterzeugenden Situationen zu begleiten  und vor allem  ihnen ein wertschätzendes Menschenbild vermitteln.

 

 

 

 

 

1. Pubertät

Die erste Veranstaltung des „Elternforum im Forum“ der AG-Gewaltprävention-GZE war ein voller Erfolg. 240 Teilnehmer hörten am 12.06.07 einen interessanten Vortrag zum Thema Pubertät.

Dr. Wolfgang Mischke von der Universität Oldenburg beschrieb mit viel Witz und Sachverstand die Probleme der Eltern mit diesem unruhigen Teil der Kinder- bzw. Jugendzeit. Im ersten Abschnitt erklärte Dr.Mischke die wissenschaftlichen Hintergründe zu dem für Erwachsenen unverständlichen Verhalten der Jugendlichen in der Pubertät. Der zweite Teil des Vortrages gab den betroffenen Eltern Tipps und Hilfestellungen zum Umgang mit ihren „Teenagern“. Immer  wieder das Gespräch mit den Jugendlichen suchen. Sein Missfallen über  Entgleisungen energisch vorbringen, gleichzeitig aber Liebe und Beistand zusichern.  („Das was du da gemacht hast, ist nicht richtig, aber ich habe dich trotzdem lieb! Wie kann ich dir helfen?“). Sich den Kindern möglichst nicht in den Weg stellen. Sie müssen die Chance haben, auch schlechte Erfahrungen selber  zu machen. Wobei eine Führung am Rande des Weges sehr nützlich sein kann.